Präambel des Englischunterrichts an unserer Grundschule
An unserer Grundschule beginnt der Englischunterricht bereits ab der 1. Klasse und bildet damit die Basis für ein lebenslanges Fremdsprachenlernen. Der Unterricht orientiert sich am Prinzip der funktionalen Einsprachigkeit: Die Lehrkräfte kommunizieren, soweit möglich, durchgängig auf Englisch, sodass die Schülerinnen die Sprache in authentischen Situationen erleben. Dabei wird nicht isoliert übersetzt, sondern über Gestik, Mimik, Visualisierungen, Realia oder Handlungen Bedeutung erschlossen. So erfahren die Schülerinnen, dass Englisch eine lebendige Kommunikationssprache ist, die sie verstehen und aktiv nutzen können.
Von Beginn an werden grundlegende Kompetenzen systematisch aufgebaut:
- Hör- und Hör-Sehverstehen: Verstehen von einfachen Hörtexten, Liedern, Reimen, kurzen Dialogen und kleinen Videos.
- Sprechen: Nachsprechen von chunks, chorisches Sprechen, einfache Dialoge, kleine Rollenspiele, Erzählen von kurzen Texten mit Hilfen.
- Leseverstehen: Erkennen und Verstehen vertrauter Wörter und chunks in Texten, Liedern, Bildergeschichten und im Lehrwerk.
- Schreiben: Erste schriftliche Fixierung von Wörtern und chunks (z. B. im picture dictionary, in Mini-Dialogen oder kurzen Textbausteinen).
Grundsätze unseres Englischunterrichts sind Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und Freude am Sprachenlernen. Dies wird umgesetzt durch Methoden wie:
- chorisches Sprechen von Liedern, Reimen und chants
- role plays in Alltagssituationen (z. B. shopping, greetings, introducing oneself)
- TPR (Total Physical Response): Sprache wird mit Bewegungen verknüpft und handelnd umgesetzt
- kooperative Lernformen wie Partnerarbeit und Gruppenarbeit
- spielerisches und kreatives Lernen mit Liedern, Spielen, Bastel- und Gestaltungsaufgaben.
Das verbindliche Lehrwerk „Playway“ (Klett Verlag) bildet die Grundlage des Unterrichts. Es ermöglicht durch kindgerechte Progression, Geschichten, Lieder und Spiele ein spiralförmiges Lernen, bei dem Themen und Strukturen immer wieder aufgegriffen, erweitert und vertieft werden. Ergänzt wird der Unterricht durch Lieder, Bilderbücher, Realia und digitale Angebote.
Einmal jährlich besuchen alle Klassenstufen ein englischsprachiges Theaterstück, das von einer externen Theatergruppe aufgeführt wird. Dieses kulturelle Highlight fördert das Hörverstehen, vermittelt landeskundliche Impulse und steigert die Motivation der Schüler*innen.
Der Englischunterricht ist eng mit dem Medienkonzept unserer Schule verzahnt. Digitale Werkzeuge wie interaktive Whiteboards, Tablets, Audio- und Videoaufnahmen sowie Lern-Apps werden eingesetzt, um Sprache erlebbar zu machen und multimediale Lernzugänge zu eröffnen. Dabei geht es nicht um Technik als Selbstzweck, sondern um gezielten Einsatz: Filme unterstützen das Hör-Sehverstehen, Apps fördern Wiederholung und Automatisierung, Tablets bieten kreative Ausdrucksmöglichkeiten (z. B. digitale picture stories). So erwerben die Schüler*innen neben Sprachkompetenz auch grundlegende Medienkompetenz.
Die Stundenverteilung im Englischunterricht erfolgt kontinuierlich:
- Klasse 1 (1 Wochenstunde) und Klasse 2 (2 Wochenstunden) Der Fokus liegt auf spielerisches, ganzheitliches Erleben, Hör- und Sprechkompetenz, Aufbau von Routinen und chunks.
- Klasse 3 (2 Wochenstunden) und 4 (je 3 Wochenstunden) Hier liegt der Schwerpunkt auf stärkere Systematisierung, Erweiterung der Kompetenzen in allen Bereichen, zunehmend auch Lese- und Schreibaufgaben.
Dieser Progress ist für die kognitiven und sprachlichen Entwicklungsschritten der Kinder wichtig und ermöglicht ein nachhaltiges, spiralförmiges Lernen.
In der Grundschule wird kein klassisches Vokabellernen oder Grammatiklernen praktiziert. Stattdessen steht das handlungsorientierte, kommunikative Lernen in realen Kontexten im Vordergrund. So werden die Schüler*innen darauf vorbereitet, Englisch als selbstverständliches Werkzeug im Alltag zu erleben und mit Freude weiter zu lernen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser Englischunterricht den Schülerinnen nicht nur sprachliche Fähigkeiten vermittelt, sondern auch ihre Kreativität, ihre interkulturelle Kompetenz und ihre Medienkompetenz fördert. Ziel ist es, sie zu selbstbewussten, neugierigen und kompetenten Sprachbenutzerinnen zu machen.